Über das Projekt

Das Hauptziel der Therapien für Sexualstraftäter ist es, neue Übergriffe zu verhindern. Behandlungsmethoden die nachweislich wirken sind daher im Interesse der Allgemeinheit.

Derzeit wissen wir, dass kognitive Verhaltenstherapie die in Gruppen angeboten wird die Rückfallraten deutlich reduziert. Dazu gehören auch spezifische Behandlungsmethoden und -techniken, die den Lernbedürfnissen von Straftätern mit lern- und geistiger Behinderung angepasst sind.

Weniger klar ist, wie und warum solche Therapien am besten wirken, für wen und in welchen sozialen Umfeldern. Dies macht es schwierig, Interventionen auf individuelle Bedürfnisse anzupassen. Unser Ziel ist es daher, die oben genannten Fragen zu beantworten. Wir werden uns bemühen, Therapien für Sexualstraftäter mit lern- und geistiger Behinderung in Bezug auf die Umfelder, in denen sie stattfinden zu erforschen, um zu hinterfragen, welche soziale Faktoren den Behandlungserfolg fördern oder behindern.

Insbesondere werden wir hinterfragen, wie das Zusammenspiel von Therapie und den Lebensumständen des Patienten sich auf den Behandlungserfolg auswirkt.

Um dies zu tun, werden wir zwei Therapien für Sexualstraftäter mit lern- und geistiger Behinderung untersuchen, eine in England und eine in der Schweiz. Das Projekt ist zweisprachig und legt besonderen Wert auf den Wissensaustausch zwischen dem englisch- und deutschsprachigen Raum.

Während des gesamten Projekts werden wir mit politischen Entscheidungsträgern, Praktikern, Behindertenorganisationen und interessierten Mitgliedern der Öffentlichkeit Kontakt erhalten, um die Aussichten zu maximieren, auf die Praxis, sowohl die Entwicklung von gesetzlichen Richtlinien direkten Einfluss zu nehmen.